ZEW-Konjunkturerwartungen: Erneute Zunahme der Erwartungen – US-Wahl macht sich bemerkbar

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15 Nov 2016

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Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im November 2016 kräftig an. Der Index liegt bei 13,8 Punkten (langfristiger Mittelwert: 24,0 Punkte), 7,6 Punkte mehr als im Oktober.

„Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind zum vierten Mal in Folge gestiegen, begünstigt durch positive Konjunkturzahlen aus den USA und China. Der erneute Anstieg weist damit auf ein höheres Wirtschaftswachstum in den nächsten sechs Monaten hin. Die von der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ausgehenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten machten sich jedoch durchaus bemerkbar. Die gemeldeten Konjunkturerwartungen nach der Wahl waren weniger positiv als zuvor“, kommentiert ZEW-Präsident Professor Achim Wambach.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland verschlechtert sich geringfügig. Der Index fällt um 0,7 Punkte und steht nun bei 58,8 Punkten.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen leicht an. Der Erwartungsindikator legt um 3,5 Punkte auf 15,8 Punkte zu. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum steigt im November 2016 ebenfalls um 3,5 Punkte auf einen Wert von minus 9,3 Punkten.

 

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

An der Umfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom 31.10. – 14.11.2016 haben sich 206 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschafts­entwicklung auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder.

 

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

 

Forschungsfelder des ZEW:

Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung; Informations- und Kommunikationstechnologien; Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik; Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft; Internationale Verteilungsanalysen; Marktdesign; Wettbewerb und Regulierung.

 

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