ZEW: Fusionen und Übernahmen zwischen Türkei und EU brechen ein

Date

12 Apr 2017

Sections

Global Europe

Press release

Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A)
zwischen türkischen Unternehmen und Unternehmen aus der Europäischen Union
(EU-28 inkl. Kroatien und Großbritannien) ist im Jahr 2016 deutlich
eingebrochen. Als mögliche Ursachen lassen sich die politischen Spannungen
und die inzwischen deutlich gesunkenen Aussichten der Türkei auf einen
Beitritt zur europäischen Staatengemeinschaft anführen. Zu diesem Ergebnis
kommen Untersuchungen des ZEW auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van
Dijk.

Die M&A-Aktivitäten zwischen türkischen und EU-Unternehmen waren im Jahr
2007 auf einen Rekordstand von fast 37 Milliarden Euro angewachsen. Im Zuge
der globalen Finanzkrise ging dieses Volumen anschließend massiv zurück,
stieg jedoch 2015 wieder auf 7,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2016, das durch
den gescheiterten Putsch-Versuch von Teilen des türkischen Militärs und die
Diskussion um zunehmende autoritäre Tendenzen in der Türkei geprägt war,
ging das Gesamtvolumen der Transaktionen um mehr als 73 Prozent auf nur
noch gut zwei Milliarden Euro zurück.

Verglichen mit dem Einbruch der M&A-Transaktionen zwischen Russland und den
Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (OECD) (siehe M&A-Report April 2016), blieb die Anzahl der
Transaktionen zwischen der Türkei und der EU deutlich stabiler: 2016 wurden
21 Transaktionen vermerkt, im Rekordjahr 2011 waren es 37 Transaktionen.
Die M&A-Aktivitäten zwischen Russland und den OECD-Ländern waren nach der
Krimkrise fast völlig zum Erliegen gekommen. Wichtigster Sektor in M&A-
Geschäften zwischen EU- und türkischen Unternehmen war gemessen am Volumen
der Transaktionen mit großem Abstand der Bankensektor, gefolgt von der
Versorgungswirtschaft (Gas, Wasser, Elektrizität), der Chemieindustrie, dem
Bereich Post und Telekommunikation sowie der Nahrungsmittelindustrie.

Der vollständige M&A-Report wird in Kürze in den ZEWnews veröffentlicht
sowie im Internet unter: www.zew.de/WS111

Für Rückfragen zum Inhalt:
Stefan Frübing, Telefon 0621/1235-328, E-Mail fruebing@zew.de

Mit freundlichen Grüßen
Felix Kretz

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