ZEW: Erneute Verbesserung der Konjunkturerwartungen

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Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im April 2017 deutlich um 6,7 Punkte an. Der Indexwert erreicht mit 19,5 Punkten damit den höchsten Stand seit August 2015. Der langfristige Durchschnitt seit Beginn der Umfrage (Dezember 1991) von 23,9 Punkten wird zwar noch nicht übertroffen, inzwischen wird aber wieder das Niveau der Erwartungen vor der Brexitabstimmung im Juni 2016 erreicht. "Die deutsche Konjunktur erweist sich im ersten Quartal als recht stabil. Darauf weisen die positiven Zahlen für das Wachstum der Industrieproduktion, der Bauwirtschaft und der Einzelhandelsumsätze im Februar hin. Außerdem stärkt die anhaltend kräftige Arbeitsnachfrage den privaten Konsum. Die Finanzmarktexperten erwarten, dass diese positive Entwicklung weiter anhält", kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach.

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland steigt im April ebenfalls an. Der Index erhöht sich um 2,8 Punkte auf einen Wert von 80,1 Punkten. Er weist damit im langjährigen Vergleich das höchste Niveau seit Juli 2011 auf. Lageeinschätzung und Erwartungen ergeben zusammen genommen einen positiven Ausblick auf die deutsche Konjunktur in den kommenden sechs Monaten.

Der Index der Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen für die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigt im April leicht um 0,7 Punkte. Der Erwartungsindikator beträgt nun 26,3 Punkte. Gleichzeitig verbessert sich der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum im April abermals recht deutlich. Der neue Wert liegt um 4,1 Punkte höher als im März und beträgt aktuell 11,5 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Mai 2008.

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Dr. Michael Schröder, Tel 0621/1235-368, E-Mail schroeder@zew.de

Lea Steinrücke, Tel 0621/1235-311, E-Mail steinruecke@zew.de

Ausführliche Informationen und Studien zu den ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die Veröffentlichungstermine 2017 (als PDF-Datei, 24 KB) und die historische Datenreihe (als Excel-Datei, 81 KB)