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ZEW: Deutsche Internetwirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Date

20 Oct 2016

Sections

Innovation & Enterprise
Trade & Society

Die Internetwirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2015 mehr als 111
Milliarden Euro umgesetzt und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr. Im
internationalen Vergleich belegt Deutschland bei den Pro-Kopf-Umsätzen der
Internetwirtschaft den fünften Rang und liegt damit neben Japan und
Frankreich weiterhin im Mittelfeld. 2015 wurden in Deutschland pro
Einwohner 1.379 Euro mit internetbasierten Gütern und Dienstleistungen
umgesetzt. Die höchsten Pro-Kopf-Umsätze weisen Großbritannien (2.585
Euro), Südkorea (2.389 Euro) und die USA (2.352 Euro) auf. Zu diesen
Ergebnissen kommt der Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, den das
ZEW gemeinsam mit TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt hat.

"Trotz eines erneuten Umsatzanstiegs der Internetwirtschaft, konnte sich
Deutschland im internationalen Vergleich nicht aus dem Mittelfeld absetzen.
Hier gilt es am Ball zu bleiben und die wirtschaftspolitischen
Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln", sagt Prof. Dr. Irene Bertschek,
Leiterin des Forschungsbereichs Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) am ZEW.

Einer der Gründe für das stetige Wachstum der Internetwirtschaft in
Deutschland ist die positive Entwicklung der Außenhandelsbilanz. Der
Importüberschuss internetbasierter Güter und Dienstleistungen hat seit 2013
stark abgenommen. Gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP),
entspricht der aktuelle Wert der Internetwirtschaft einem BIP-Anteil von
rund 3,7 Prozent (nach 3,5 Prozent im Jahr 2014).

Neben der Internetwirtschaft stellt die IKT-Branche die zweite wesentliche
Komponente der Digitalen Wirtschaft dar. Mit knapp 95.000 Unternehmen und
deutlich über einer Million Erwerbstätigen ist die IKT-Branche ein
bedeutender Zweig der deutschen Wirtschaft. Mit einem Investitionsvolumen
in Höhe von 14,5 Milliarden Euro im Jahr 2015, das deutlich höher als im
Maschinenbau ist und nur geringfügig hinter dem Fahrzeugbau liegt, trägt
die IKT-Branche maßgeblich zum langfristigen Wachstum der Gesamtwirtschaft
Deutschlands bei.

Wie bereits im Vorjahr, blieb im Jahr 2015 die Anzahl der
Unternehmensgründungen in der IKT-Branche in Deutschland annähernd
konstant. Gleichwohl weist die Anzahl der neu gegründeten Unternehmen mit
etwas mehr als 6.600 den niedrigsten Wert seit 2002 auf. Im Vergleich zur
Gründungsdynamik in Deutschland insgesamt, ist die Entwicklung in der IKT-
Branche in den vergangenen Jahren allerdings günstiger verlaufen.

Der aktuelle "Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016"
findet sich zum Download unter:
http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/IKTMonitoring2016.pdf

Für Rückfragen zum Inhalt:
Prof. Dr. Irene Bertschek, Telefon 0621/1235-178, E-Mail bertschek@zew.de

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