Ungeordneter Brexit bleibt ein Schreckensszenario

Date

23 Aug 2018

Sections

UK in Europe
 
Frankfurt/Brüssel, 23. August 2018 – Die britische Regierung hat erste Pläne für den Fall vorgelegt, dass die Brexit-Verhandlungen in einem „ungeregelten Ausstieg“ des Vereinigten Königreichs aus der EU enden. Dazu sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: 
 
„Ein ungeordneter Brexit bleibt das Schreckensszenario für die Industrie in Großbritannien und Europa. Ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen würde bestehende Handelsströme und Wertschöpfungsketten zerstören und damit Wohlstand und Arbeitsplätze vor allem in Großbritannien, aber auch in der EU gefährden. Großbritannien und die EU sind daher gefordert, schnell Fortschritte zu erzielen und es nicht auf eine Hängepartie bis März 2019 ankommen zu lassen. Angesichts der schleppenden Verhandlungen ist es zwar logisch, dass beide Seiten auch ein Scheitern der Austrittsverhandlungen als Option mitbedenken. Aber Notfallpläne entlassen die Politik nicht aus der Verantwortung, alles dafür zu tun, dass der Notfall nicht eintritt. Die Unternehmen müssen sich jetzt zwar vorsorglich für einen „hard Brexit“ wappnen – wir hoffen aber, dass diese Vorbereitungen nie umgesetzt werden müssen.“  
 
 
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Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.