EURACTIV PR

An easy way of publishing your relevant EU press releases.

NABU: Stromnetzausbau muss naturschutzfachlich überzeugen

Date

19 Sep 2018

Sections

Climate & Environment

Miller: Beschneidung von Beteiligungsrechten gefährdet sorgfältige Planung unter Naturschutzaspekten

________________________________________________________________

 

Berlin – Der NABU spricht sich für einen naturverträglichen Stromnetzausbau aus. Die Pläne der Bundesregierung zu verkürzten Planungsverfahren beim Trassenausbau bewertet der Umweltverband kritisch. In solchen Verfahren würden Naturschützer in den betroffenen Regionen das Recht verlieren, ihre Vor-Ort-Kenntnisse in die Planungen einfließen zu lassen.

 

„Stromleitungen sind ein massiver Eingriff in Natur und Landschaft. Der Netzausbau muss naturschutzfachlich überzeugen, wenn die Energiewende ein Erfolgsmodell bleiben soll. Die Beteiligungsrechte von Naturschützern vor Ort sollten gestärkt statt eingeschränkt werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich des morgigen Stromnetzgipfels von Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Daher sei es wichtig, die Bundesfachplanung gerade für den Naturschutz an Stromtrassen aufrechtzuerhalten. „Auf dieser Planungs-Ebene ist dann zumindest sichergestellt, dass die naturverträglichste Variante des Trassenkorridors gefunden wird. Konfliktreiche Standorte können so von vornherein ausgeschlossen werden“, so Miller weiter.

 

Wichtige Kriterien für die Bewertung zur Naturverträglichkeit von Stromtrassen sind Lage sowie Bauweise und Verlauf vor Ort. Den Abschluss der Bundesfachplanung bildet die Ent­scheidung der Bundesnetz­agentur (BNetzA) für einen konkreten Trassenkorridor von etwa 500 bis 1.000 Metern Breite. Dieser ist für die dann folgenden Planungsstufen verbindlich.

 

Lediglich bei aus Naturschutzsicht weniger belastenden Eingriffen  wie Zu- bzw. Umbeseilungsmaßnahmen bei bestehenden Masten mit neuen Kabeln kann eine Verfahrensverkürzung angemessen sein ­ –  allerdings nehmen bei zusätzlichen Leiterseilen auch die Hindernisse für kollisionsgefährdete Vogelarten zu. Bei der Nutzung von Bestandstrassen müssen aktuelle Erkenntnisse einfließen. Aus heutiger Sicht sind viele alte Leitungen nicht mehr genehmigungsfähig,  weil sich entlang der Bestandstrassen über mehrere Jahrzehnte schützenswerte Arten und Biotope entwickelt haben. Diese werden durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt. Daher muss bei jeder Stromnetz-Planung die Suche nach dem naturverträglichsten Standort Vorrang haben.

 

Mehr Infos und Video-Clip zum naturverträglichen Stromnetzausbau: www.nabu.de/news/2018/09/25139.html  

 

 

Für Rückfragen:

Eric Neuling,  NABU-Referent für Vogelschutz, Tel. +49 (0)30.284984-1812,  
E-Mail: Eric.Neuling@NABU.de

Jobs

CEEP - European Centre of Employers and Enterprises providing public services
Policy Officer
Hanover Communication
Healthcare Policy Internship
Sandemans New Europe
Promoter
European Food Information Council aisbl (EUFIC)
Communications Manager
IDEX Accelerator
IDEX Fellowship
EUFAMI - European Federation of Associations of Families of People with Mental Illness
Executive Director
Cosmetics Europe
Communications Manager
Finabel - European Army Interoperability Centre
Communication Trainee