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DIE LINKE.: Studie zu Doppelbesteuerungsabkommen: Kolonialgebaren beenden

Date

26 Sep 2018

Sections

Trade & Society

"Es ist höchste Zeit, dass sich EU Staaten ehrlich machen. Es ist heuchlerisch, sich einerseits zu internationalen Entwicklungszielen zu bekennen und andererseits Entwicklungsländern unfaire Steuerabkommen aufzudrücken, die diesen wichtige Teile ihres Steueraufkommens entziehen," kommentiert der Europaabgeordnete Martin Schirdewan (DIE LINKE.), Koordinator der Linksfraktion im Europäischen Parlament im Sonderausschuss zu Finanzkriminalität, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung (TAX3), die Ergebnisse einer Studie über die Doppelbesteuerungsabkommen von EU-Mitgliedstaaten und Entwicklungsländern.

 

Schirdewan weiter: "Viel zu lang schon wird in der Entwicklungszusammenarbeit Wasser gepredigt und Wein getrunken. Entwicklungsländer sind überproportional stark auf die Erträge der Unternehmensbesteuerung angewiesen. Wie unsere Studie zeigt, beschränken viele der Doppelbesteuerungsabkommen allerdings gerade die Besteuerungsrechte von Entwicklungsländern in diesem Bereich. Bedenklich ist außerdem, dass EU-Staaten Entwicklungsländern im Schnitt schlechtere Bedingungen aufbürden, als dies andere Staaten tun.“

 

„Anstatt Entwicklungsländer Jahr für Jahr um wichtige Einnahmen zu bringen, sollten EU-Staaten hier mit guten Beispiel vorangehen und Entwicklungsländern faire Besteuerungsrechte zusprechen. Um das sicherzustellen, müssen bestehende Abkommen auf ihre Schädlichkeit hin untersucht und gegebenenfalls geändert werden. EU-Staaten sollten außerdem Bemühungen um eine stärkere internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen auf UN-Ebene unterstützen und nicht weiterhin ablehnen.“

 

„Mehr als die Hälfte aller Doppelbesteuerungsabkommen weltweit haben EU-Staaten als Unterzeichner. Die Möglichkeit der Mitgliedstaaten, hier positiv in das Geschehen einzugreifen, ist also groß. Sie sollte auf jeden Fall genutzt werden."

 

Die Studie findet sich hier zum Download.

 

Kontakt:
Büro Martin Schirdewan
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0032 228 45 667
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martin.schirdewan@ep.europa.eu 
@schirdewan
martin-schirdewan.eu 

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